könnte meinen, dass Trinkwasser ein reines Wasser im Sinne von gesundem H2O sein sollte. Dem ist aber leider nicht so.
Derzeit können im Labor weit mehr als 2000 chemische Stoffe in unterschiedlichen Konzentrationen gefunden werden.
Die Trinkwv‘ in Deutschland und Österreich regeln nur die Kontrolle einer geringen Anzahl (ca. 50-60 Parameter: Mikrobiologische, Chemische sowie Indikatorparameter und deren erlaubte Grenzwerte.
Der Parameterumfang ist nahezu gleich, aber:
- für Deutschland gilt:
→ streng geregelte Pflichtuntersuchungen mit festen Intervallen - für Österreich gilt:
→ stärker risiko- und anlassbezogen, mehr Ermessensspielraum
Der Umfang der untersuchten Stoffe ist jedoch nicht größer.
Direkt im Internet kann man die Trinkwv’s hier finden:
Deutschland: https://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2023/TrinkwV.pdf
Österreich: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20001483
Die Grenzwerte der zu prüfenden Stoffe wurden hauptsächlich von „politischen“ Gremien festgelegt – nicht, wie man glauben könnte, vielleicht von Medizinern.
So findet man z.B. unter https://de.wikipedia.org/wiki/Trinkwasserverordnung
folgende Formulierungen zum „Grenzwert für Nitrat“:
„Die Trinkwasserverordnung schützt den Menschen nicht vor zu hoher Nitratbelastung. Im Gegensatz zu anderen Stoffen ist der Grenzwert von Nitrat in Höhe von 50 mg Nitrat je Liter nicht für eine lebenslange Exposition berechnet, sondern für eine akute Exposition von in diesem Fall besonders empfindlichen Säuglingen.
Bei einer Dauerbelastung, wie in vielen Wasserversorgungsgebieten, von über 16,75 mg/l ist das Risiko an Darmkrebs zu erkranken deutlich erhöht.
In anderen Ländern wie z.b. der Schweiz ist daher der Grenzwert für Trinkwasser auf 25 mg/l gesetzt worden.„
Nicht Bestandteil der routinemäßigen Überwachung gem Trinkwv’s sind u. a.:
- die meisten Arzneimittelrückstände
- Hormone
- Mikro- und Nanoplastik
- die Mehrzahl der PFAS-Verbindungen (nur wenige Summenparameter)
- neue Industriechemikalien
- viele Pestizid-Metabolite
- Transformationsprodukte aus Aufbereitung & Umwelt
Hier reden wir nicht über Dutzende, sondern über zigtausende potenziell relevante Stoffe!
Es gibt doch den allseits bekannten „Werbe“-Satz einzelner Wasserversorger:
„Das Trinkwasser in Deutschland gilt als das am besten kontrollierte Lebensmittel.“ … angesichts so weniger Stoffe die überwacht werden gegenüber der riesigen Anzahl von Fremdstoffen, die im Trinkwasser enthalten sein können – ist diese Aussage schlichtweg falsch“ … und mittlerweile ist es in Deutschland in mir bekannten GerichtsUrteilen aus 2020 und 2021 bereits untersagt diesen Satz als Werbung für gutes Wasser zu verwenden .
Angesichts diese Lage, denke ich, dass es sich absolut lohnt, sich über eine Trinkwasser-Filtrierung intensiv nachzudenken! Dazu auch meine Beratung.
